Liebe Schreibende,
selten hat mich ein Literatur-Nobelpreis so überrascht und befriedigt wie der dieses Jahres. Es ist ein Nobelpreis für das „Memoir“ – neuerdings im deutschsprachigen Raum mit dem cooleren Begriff „Autofiktion“ versehen. Kommen nun autobiographische Erzählungen endlich auch für die hiesige Literaturkritik aus der Schmuddelecke? Neuerdings schreiben ja auch angesehene Literat*innen, wie z.B. Monika Helfer „Autofiktion“. Vielleicht müssen Verlage bald auch so eindeutig autobiographische Werke wie „Die Welt von gestern“ (Stefan Zweig), „Der Liebhaber“ (Marguerite Duras), „Die Asche meiner Mutter“ (Frank McCourt) oder „Wann wird es endlich wieder wie es nie war“ (Joachim Mayerhoff) nicht mehr „Romane“ nennen? Vielleicht werden – wie seit Jahrzehnten im englischsprachigen Raum üblich und finanziell sehr einträglich – Buchhandlungen endlich eigene Abteilungen zu „Autofiktion“/„Memoir“ einrichten?
Zu hoffen ist, dass frau von nun an nicht mehr mitleidig belächelt wird, wenn sie sagt, sie schreibe ein „Memoir“, „eine autobiographische Geschichte“. Bisher wurden wir ja tendenziell abgewertet mit dem Blick à la „Die hat wohl Probleme, die Arme, die sie schreibend bewältigen muss.“ Ja, eh, wer nicht? Wie spannend und weltbewegend solche Bücher sein können! Für mich sind oben genannte Werke prägend gewesen, life changing, haben meine Sicht auf die Welt enorm erweitert. Es macht einfach einen Unterschied, ob ein Thema „rein fiktional“ dargestellt wird, oder ob ich als Leserin weiß, es sind reale Geschehnisse, die weiterlesen →
20 goldene Kurz-Workshops gibt es am Fr, 23. und am Sa, 24. September kostenlos vor Ort in Wien und online per Zoom.
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kommt und feiert mit uns. Bringt Freund*innen, Kolleg*innen, Schreibinteressierte, Medienmacher*innen mit.
Danach Goldene Cake-Pops, Dance und Tratsch
das ist also das 100. Blog-Mailing! Es kommt zum 20. Geburtstag des writers´studio. 20 Jahre, 15.000 verkaufte „Frei geschrieben-Bücher“, 100 Blog-Mails, über 30 Trainer*innen im writers´ studio. Doch eigentlich geht es bei uns nie um solche Zahlen, sondern um jede einzelne schreibende Person und jeden einzelnen Text. Beide brauchen viel Zeit, Aufmerksamkeit, Kreativität und eine wohlwollende Community.
Im
am 12. Juni ist Tag des Tagebuchs. Warum genau an diesem Tag? Am 12. Juni 1942 bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag von ihrem Vater ein Tagebuch geschenkt. Ein bloßes Notizbuch, das sie in den folgenden zwei Jahren akribisch füllte, mit dem sie sprach, sich die Zeit im Versteck vor dem NS-Regime erträglich machte, versuchte sich die Welt, diese grausame und auch die banale und die schöne zu erklären. Bis es dann, ja wir wissen es… traurige Berühmtheit erlangte. Am 12. Juni also erinnern wir uns der magischen Kraft des Tagebuchschreibens, nicht nur in der Jugend, aber auch da. Denn am 12. Juni 2022 wird unsere Trainerin
am 3. Juni 2022 wird das writers´studio 20 Jahre alt!
„Warten bis der Frieden kommt“ hieß eines meiner liebsten Jugendbücher, eigentlich ein verstecktes
was sind das für Zeiten? Noch ein Corona-Winter? Langsam wird’s unlustig, to say the least. Die Nerven liegen blank. Die Komödiantin Julie Nolke hat nun schon die 6. Folge ihres großartigen Youtube-Videos „
Das Skript der Serie „Babylon Berlin“ ist hingegen exzellent, aber ich bin erst bei Staffel 1. Ich tauche seit ein paar Tagen ein in das Berlin der 1920er Jahre. Denn immerhin ist das writers´studio jetzt 20 Jahre alt und ich möchte gerne die „goldenen 20er Jahre des writers´ studio“ einläuten. Doch auch die „goldenen 1920er Jahre“ waren umgeben von viel Schatten, Krankheit, gesellschaftlichen Spannungen der Extraklasse. Zumindest konnten die Leute damals wild abtanzen, denk ich mir neidisch und schau mir immer wieder den Trailer mit der Aufführung des Titellieds von Babylon Berlin an: „
was wünschst du dir zu Weihnachten? Was wünschst du dir fürs Neue Jahr? 1. Friede, 2. Freude, 3. Eierkuchen? Ja, so ähnlich. Ich wünsche mir 1. eine neue Füllfeder, 2. wunderbare Schreibzeiten im In- und Ausland und 3. rauschende Feste*.
Wenn es um Geschenke geht, stellen sich die Fragen: Welche Wünsche kann ich mir selbst erfüllen? Was möchte ich anderen schenken? Und was darf ich mir von anderen wünschen? Hier ein paar Ideen aus dem writers´studio – als Geschenk an dich selbst, an andere oder als Wunsch ans Christkind/die Partner*in/die Oma: