Liebe Schreibende,
„Warten bis der Frieden kommt“ hieß eines meiner liebsten Jugendbücher, eigentlich ein verstecktes „Memoir“ oder wie man heute im deutschsprachigen Raum neuerdings sagt, eine „Autofiktion“. Judith Kerr musste als Kind 1933 mit ihrer Familie vor den Nazis von Berlin über die Schweiz und Frankreich nach London flüchten. Sie ist ihr Leben lang dort geblieben mit all den Wunden und Verwunderungen, zeichnend und später schreibend hat sie ihren Weg gefunden. Ihre autobiographische Trilogie – „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, „Warten bis der Frieden kommt“ und „Eine Art Familientreffen“ – hat mich durch meine Jugend begleitet, war ein authentischer, berührender und auch inspirierender Beginn meiner lebenslangen Auseinandersetzung mit der Geschichte des NS-Regimes und seinen Folgen.
Für mich waren immer schon Kunst und Literatur der passendste Weg, sich mit Geschichte, erst recht mit Krieg und Trauma, auseinanderzusetzen.Romane wie weiterlesen →
was sind das für Zeiten? Noch ein Corona-Winter? Langsam wird’s unlustig, to say the least. Die Nerven liegen blank. Die Komödiantin Julie Nolke hat nun schon die 6. Folge ihres großartigen Youtube-Videos „
Das Skript der Serie „Babylon Berlin“ ist hingegen exzellent, aber ich bin erst bei Staffel 1. Ich tauche seit ein paar Tagen ein in das Berlin der 1920er Jahre. Denn immerhin ist das writers´studio jetzt 20 Jahre alt und ich möchte gerne die „goldenen 20er Jahre des writers´ studio“ einläuten. Doch auch die „goldenen 1920er Jahre“ waren umgeben von viel Schatten, Krankheit, gesellschaftlichen Spannungen der Extraklasse. Zumindest konnten die Leute damals wild abtanzen, denk ich mir neidisch und schau mir immer wieder den Trailer mit der Aufführung des Titellieds von Babylon Berlin an: „
was wünschst du dir zu Weihnachten? Was wünschst du dir fürs Neue Jahr? 1. Friede, 2. Freude, 3. Eierkuchen? Ja, so ähnlich. Ich wünsche mir 1. eine neue Füllfeder, 2. wunderbare Schreibzeiten im In- und Ausland und 3. rauschende Feste*.
Wenn es um Geschenke geht, stellen sich die Fragen: Welche Wünsche kann ich mir selbst erfüllen? Was möchte ich anderen schenken? Und was darf ich mir von anderen wünschen? Hier ein paar Ideen aus dem writers´studio – als Geschenk an dich selbst, an andere oder als Wunsch ans Christkind/die Partner*in/die Oma:
schon in den ersten Jahren als selbständige Schreibtrainerin (vor bald 20 Jahren!) habe ich Workshops zum Thema Ideen-Tagebuch/
Wir ziehen um! In ein neues Haus! Eine ganze Etage in einem Gründerzeithaus direkt am Wienfluss in Wien Margareten werden wir beziehen. Die beiden Erkerzimmer werden wir demnächst hübsch einrichten als Schreibräume. Ab 30. September finden alle Seminare dort statt.
Jahre lang residiert hat, durch die Wiener Innenstadt den Wientalradweg entlang gefahren und hab Halt gemacht bei der coolen neuen Holzterrasse über dem Wienfluss in der Nähe der U4-Station Pilgramgasse, auf der junge Leute am lauen Spätsommerabend saßen und plauderten. Und ich sah in der Ferne – bei Sonnenuntergang über dem Wienfluss (Schreibfluss!), über der Wienzeile (eine lange Zeile, die wir vollschreiben werden) und über der U4, auf die wir von oben schauen werden – einen der beiden Türme unseres neuen, sehr urbanen Schreib-Hauses. Das Erker-Turm-Zimmer schien zu rufen: „Kommt und schreibt hier!“
mit Schrecken stelle ich fest, dass mein letzter Brief an euch im März rausging. Wie kann das sein? Wir haben so so so viel gearbeitet, um das Jahresprogramm 2021/22 zu konzipieren und zu organisieren, den
„mach dein Buch zu ihrem Lieblingsbuch”, schreibt der großartige Eric Maisel, amerikanischer Autor unzähliger Sachbücher und Sachbuch-Coach. Sachbuch-Coach, das bin ich auch. Oh my, wie ich das liebe, Menschen, die über ihre Erfahrungen, ihr Knowhow, ihr Wissen ein cooles, gut lesbares Buch schreiben möchten, zu begleiten. Da fließt meine gesamte berufliche Laufbahn zusammen, die Buchhändlerin, die den Markt kennt, die Programmplanerin und Lektorin in Sachbuch- & Wissenschaftsverlagen, die auch über die Hintertüren in diese heiligen Tempel bescheid weiß, der kreative Schreib-Coach sowieso, und auch meine eigene Erfahrung als Autorin von zwei Sachbüchern.
What will the future be like – nach dieser Schleuse?, hab ich mich vor ein paar Tagen in meinem